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Lösbare Herausforderung: Produktionsplanung in Brauereien

Männlicher Arbeiter, der Maschinen in einer Brauerei bedient. Er hält ein Tablet in der Hand, während er inmitten von Metallkesseln steht.

© Porta – iStock

Alles wird komplizierter – bis auf die Supply-Chain-Planung

Größere Produktvielfalt, knappe Materialien, drastisch verteuerte Energie, kurzfristig angekündigte Aktionen des Handels, „volatile“ Märkte mit schneller Änderung des Konsumentenverhaltens: Es ist heutzutage wahrlich nicht leicht, die Produktion einer Brauerei zu planen – oder? Ganz stimmt das nicht. Brauereien, die Supply Chain Excellence for Demand Planning von ifm einsetzen, haben alle nötigen Informationen zur Hand – und die Produktion im Griff.

By: Gerald Scheffels für ifm

Früher war sicherlich nicht alles besser, aber doch vieles einfacher. Das gilt auch für das Marktumfeld, in dem die Brauereien um Kunden werben und um Marktanteile kämpfen. Dieses Geschäft hat sich enorm gewandelt. Früher braute eine Brauerei schlichtweg Bier (in sehr wenigen Sorten) und füllte es in Fässer und in Einheitsflaschen ab, von denen es nur zwei Größen gab (0,5 l und 0,33 l). Bier als Rohstoff war nie ein Engpass, Leergut gab es in rauen Mengen, und die Individualität der jeweiligen Brauerei bzw. der Marke wurde erst mit dem Aufkleben des Etiketts sichtbar.

Von der Einheit zur Vielfalt

Diese Zeiten sind lange vorbei. Seit den 1980er Jahren ist der Pro-Kopf-Bierverbrauch in Deutschland um fast 40% gesunken. Als Reaktion hierauf ging der Kampf um die Marktanteile los, und das Marketing zog in die Brauereien ein. Schon bei der Form und Farbe der Flaschen und Kisten sollte sich die Marke von allen anderen abheben. Adé Einheitsflasche, hallo Engpass-Leergut.

Um die Verluste im Stammgeschäft Bier auszugleichen und sich an die veränderten Konsumgewohnheiten anzupassen, nahmen die Brauereien nun neue Biersorten, Radler, Cola-Bier (jeweils mit und ohne Alkohol), Fassbrausen und jede Menge weiterer cooler „It“-Getränke ins Portfolio auf. Zugleich wurden auch die Gebinde vielfältiger, um Unterscheidungsmerkmale zu den Mitbewerbern im Getränkemarkt zu setzen.

Explodierendes Produktspektrum, Saisontrends, Marktbeeinflusser…

Das hat die Produktvielfalt einer Brauerei explodieren lassen und den Markt sehr viel unübersichtlicher gemacht. Aber es kommt noch mehr, was die betriebliche Planung erheblich verkompliziert. Innerhalb dieses heterogenen Sortimentes gibt es nun diverse Saisonalitäten, Trends und Aktionen – initiiert von den Brauereien selbst und vom Handel.

Denn der Handel steht seinerzeit genauso unter Druck. Er nutzt die Beliebtheit der erfolgreichen Marken, um – teilweise unabgestimmt mit den Herstellern – Kampagnen zu fahren und das regionale beliebte Produkt als (meistens wöchentlich wechselndes) Sonderangebot zu bewerben.

Herausforderung: Die Supply Chain planen

Unter diesen Voraussetzungen die komplette Supply Chain – einschließlich der Beschaffung, des Leergutmanagements etc. – zu planen, ist mehr als eine Herausforderung. Mit den seit Jahrzehnten bewährten Methoden ist das kaum möglich, zumal noch weitere Faktoren hinzukommen wie der Wunsch nach Energie- und Ressourceneffizienz, Lieferkettenprobleme auf vielen Ebenen und immens steigende Energiekosten. Und das alles vor dem Hintergrund, dass der Brauprozess mehrere Wochen Zeit braucht, man also nur verzögert auf aktuell steigenden oder sinkenden Bedarf reagieren kann.

Das Wunschbild: Supply-Chain-Planung auf dem Bierdeckel

Schön wäre es, wenn sich diese gesamte und immer noch komplexer werdende Prozesskette mit all ihren zeitlich beschränkten Aktionen ganz einfach planen und abbilden ließe. Am besten – in einer Brauerei liegt das nahe – auf einem Bierdeckel (Die Idee zur vereinfachten Steuererklärung auf dem Bierdeckel hat manch einer sicherlich noch in Erinnerung).

Es geht noch kleiner: Die IT macht‘s möglich

Ist das Utopie? Nicht machbar? Tatsächlich geht es noch viel kleiner – auf dem Format eines Fingernagels, nämlich in einem Mikroprozessor. Denn natürlich hat sich nicht nur der Biermarkt rasant weiterentwickelt, sondern auch die Welt der IT-basierten Planungsmöglichkeiten. Eine etablierte, auf SAP ERP basierende Lösung von ifm sorgt dafür, die entstandene Komplexität beherrschbar zu machen.

Supply Chain Excellence for Demand Planning von ifm ermöglicht den Einbezug vieler externer Informationsquellen, z. B. des eigenen Vertriebs und Marketings, sodass Promotion- und Werbekampagnen Berücksichtigung finden können. Darüber hinaus können auch Händler- oder Verlegerdaten einfließen, etwa über regionale Events, Großveranstaltungen oder eigene Werbeaktionen.

Blick in die Zukunft – mit validen Prognose- und Simulationsmodellen

Mit einer großen Auswahl an Prognosemodellen, die am Markt ihresgleichen sucht, gelingt es mit der Forecast Software von ifm, eine sehr passgenaue Absatzprognose zu erstellen. Die Simulationsfunktion bietet darüber hinaus die Möglichkeit, verschiedene Zukunftsszenarien durchzurechnen; z. B. wie sich die Absatzprognose verändert, wenn ein Großereignis um sechs Wochen verschoben wird bzw. ganz ausfällt oder wie sich ein verregneter Sommer auf die Nachfrage auswirkt. So besteht die Möglichkeit, sich im Vorfeld bereits den berühmten „Plan B“ zurechtzulegen, oder zumindest den Zeitpunkt auf „no return“ zu bestimmen, an dem eine endgültige Entscheidung über die anzuleiernden Maßnahmen getroffen werden muss.

Wird immer zuverlässiger: Rollierende Planung

Ein weiteres Highlight ist die rollierende Planung unter Beibehaltung des Ursprungsplans. Je weiter das Jahr voranschreitet, desto zuverlässiger sind die Annahmen, die in den Forecast einfließen. Die Prognose verdichtet und erhärtet sich somit fortlaufend. Am Ende der Planungsperiode kann trotzdem der Ursprungsplan mit dem tatsächlichen Ergebnis verglichen werden. So ist es möglich, die Planungsgüte ex post zu überprüfen und die Planungsqualität nach und nach zu verbessern.

All inclusive: Pegging standardmäßig integriert

Supply Chain Excellence for Manufacturing ist die perfekte Ergänzung zum Demand Planning. Hier wird die Absatzplanung fortgesetzt und ein schlüssiger Produktionsgrob- und -feinplan erstellt. Das Pegging-Verfahren ist standardmäßig verfügbar und in seiner Leistungsfähigkeit stark verbessert worden. So muss der User beim ifm-Pegging keine Daten in externe Systeme replizieren, sondern hat diese Funktionalität in seinem SAP-System verfügbar. Der direkte Zugriff auf die SAP-Daten bietet dabei einen klaren Aktualitäts- und Performancevorteil.

Wenn also die Supply-Chain-Planung nicht mehr auf den Bierdeckel passt, ist das sicher kein Grund zu verzweifeln. Die Lösung heißt: noch kleiner denken – Mikroprozessoren und IT nutzen! Der technologische Fortschritt und ganz besonders die Supply Chain Excellence Suite von ifm bieten dem Anwender nutzerfreundliche Lösungen, um die wachsende Komplexität zu beherrschen.
 



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Wo und wann?

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28. - 30. November
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Stand 121, Halle 6

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